Arbeitsschutz: Wie Sicherheitsmesser Schnittwunden vermeiden und Kosten sparen

Schnittverletzungen durch Abrutschen des Messers sind in Betrieben ein ernstzunehmendes Problem und gehören mit zu den häufigsten Arbeitsunfällen in Deutschland. Rund 3.000 Unfälle im Umgang mit Schneidemessern passieren alleine im Warenhandel jährlich. Dabei schätzt die Berufsgenossenschaft Handel und Warendistribution (BGHW), dass die Dunkelziffer weitaus höher liegt, weil Unternehmen viele Verletzungen nicht melden würden. Diese enorme Anzahl an Schnittverletzungen hat in einigen Fällen bei Mitarbeitern nicht nur schwerwiegende gesundheitliche Folgen, sondern stellt auch für Arbeitgeber einen erheblichen Kostenfaktor dar. Nicht selten fallen Beschäftige mit Schnittverletzungen bis zu zehn Arbeitstage aus und stehen dem Betrieb so nicht zur Verfügung. Ein ernsthaftes Problem, das immer mehr Unternehmer bewusst wird.

 

Schnittverletzungen sind Alltag in Betrieben

Schnittverletzungen gehören in vielen Firmen mittlerweile zum Alltag und weisen dabei typische Muster auf: Fast zwei Drittel der gemeldeten Unfälle passieren durch Abrutschen der Klinge. Halb so viele Mitarbeiter verletzen sich durch das Austreten des Messers nach dem Schneiden. Auffällig ist, dass oft Schneidwerkzeug Verwendung findet, das nicht für die jeweilige Aufgabe vorgesehen oder zu unsicher ist. So nutzen Lagermitarbeiter häufig einfache handelsübliche Scheren oder qualitativ minderwertige Cuttermesser. Dass viele Verletzungen dabei auftreten, ist nicht verwunderlich: Bei herkömmlichen Cutter- oder auch Teppichmessern wird mit einer feststehenden Klinge geschnitten, die weder verdeckt liegt, noch sich nach dem Schnitt von allein zurückzieht. Das Risiko für Schnittverletzungen ist dadurch deutlich erhöht. Vor allem an Arbeitsplätzen, an denen beispielsweise Umzugskartons, Folien oder andere Verpackungen schnell und gründlich geöffnet werden müssen. Anders sieht es bei der Nutzung von Sicherheitsmessern aus: Hier sind Sicherheitsmechanismen im Cutter eingebaut, um Schnittverletzung vorzubeugen und Mitarbeiter zu schützen. Die Unfallgefahr wird dadurch deutlich gemindert und die Ausfallzeiten durch Schnittwunden erheblich reduziert.

Sicherheitsmesser und Arbeitsschutzgesetz

Auch mit Blick auf den Arbeitsschutz, der in Deutschland durch das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG ) geregelt wird, sollten Unternehmer bei der Wahl der Messer nicht am falschen Ende sparen und auf hochwertige Sicherheitsmesser setzen. Denn - ob im Betrieb, im Lager oder im Labor - jeder Arbeitgeber ist verpflichtet, Gefahren von seinen Beschäftigten und Angestellten abzuwenden. Sonst drohen empfindliche Strafen – besonders, wenn bei Unfällen Arbeitskräfte zu Schaden kommen – wie im Falle von Schnittverletzungen. Damit es nicht soweit kommt, gehört es zu den Pflichten des Arbeitgebers, die Organisation des Arbeitsschutzes im Unternehmen sicherzustellen. Nach dem ArbSchG müssen Arbeitgeber die Gefährdung der Gesundheit am Arbeitsplatz beurteilen und entsprechende Arbeitsschutzmaßnahmen ergreifen. Angestellte sind im Gegenzug verpflichtet, die Arbeitsschutzregeln einzuhalten und anzuwenden. Die Auswahl des richtigen Sicherheitscutters für die entsprechende Tätigkeit ist für die Vermeidung von Unfällen somit der erste und wichtigste Schritt für Arbeitgeber.

Verschiedene Varianten an Sicherheitsmessern

Sicherheitsmesser gibt es in verschiedenen Bauarten und Ausführungen, die jeweils über unterschiedliche Sicherheitsgrade verfügen. Nachfolgend erklären wir die derzeit gängigsten Sicherheitscutter in ihrer Anwendungsweise und Sicherheitsfunktionen:

  • Bei Sicherheitsmessern mit verdeckt liegender Klinge ist die Klinge so abgeschirmt, dass weder Arbeitnehmer noch die verpackte Ware mit ihr in Berührung kommen.
     
  • Sicherheitsmesser mit vollautomatischem Klingenrückzug ziehen die Klinge nach dem Schnitt selbstständig und schnell zurück, selbst wenn der Schieber oder Hebel zum Auslösen der Klinge weiterhin betätigt wird.
     
  • Bei Sicherheitscutter mit automatischem Klingenrückzug verschwindet die Klinge nach dem Schnitt sofort im Griff, allerdings nur, wenn vorher der Daumen bzw. der Finger vom Auslöser genommen wurde.

Richtige Sicherheitsmesser, wie zum Beispiel der EasyCut, sind so die ideale Lösung, um Schnittverletzungen vorzubeugen. Durch ihren ergonomischen Griff und die hohe Effizienz, die sie bieten, schützen Sicherheitsmesser optimal vor dem Abrutschen des Messers im hektischen Betriebsalltag und können von Mitarbeitern leicht bedient werden. Selbst verpackte Güter werden mit Sicherheitscuttern beim Öffnen sicher vor Beschädigungen geschützt.

Richtiger Umgang mit Sicherheitscuttern

Für die Auswahl des richtigen Sicherheitsmessers ist entscheidend, welches Material von wem und unter welchen Bedingungen geschnitten werden soll. Tests, Trainings und Schulungen helfen bei der Einführung und Nutzung der neuen Cutter.

 

Gute Sicherheitsmesser erkennt man an:

  • einen nach ergonomischen Gesichtspunkten gestalteten und abrutschsicheren Griff,
  • der Eignung für den Schneidvorgang,
  • der Verwendung für Rechts- und Linkshänder,
  • dem einfachen Klingenwechsel und
  • der leicht lesbaren und verständlichen Bedienungsanleitung.

Tipps zum Einsatz von Sicherheitsmessern

  • Binden Sie rechtzeitig Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit mit ein.
  • Nutzen Sie vor dem Kauf von Sicherheitsmessern die Beratung von Herstellern und Lieferanten. Fordern Sie vom Hersteller Schulungsunterlagen und Schulungsvideos an.
  • Führen Sie Ihren Mitarbeitern die Funktionsweisen der Sicherheitsmesser vor und lassen Sie sie ausgiebig testen.
  • Verhindern Sie, dass Mitarbeiter ungeeignete Messer, die keinen ausreichenden Schutz bieten, in den Betrieb mitbringen.
  • Sorgen Sie für regelmäßige Unterweisungen der Mitarbeiter sowie Erstellung von Betriebsanweisungen für eine sichere Handhabung.
  • Stellen Sie eine ausreichende Anzahl an Austauschklingen bereit.
  • Verwenden Sie Sicherheitsmesser nur mit scharfer und unbeschädigter Klinge.
  • Stellen Sie Schutzausrüstung, wie beispielsweise Schnittschutzhandschuhe, zur Verfügung.
  • Sorgen Sie für eine ausreichende Beleuchtung des Arbeitsplatzes.